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in Miami

Jeannine Kanwischer

Flight Attendant (27 Jahre alt, bei SWISS seit 2013)

Das Reisen liebte Jeannine Kanwischer bereits lange vor ihrem Job als Flight Attendant bei SWISS. Gemeinsam mit ihrer Familie flog sie oft und gerne nach Florida. Später entdeckte sie auf Roadtrips den Staat für sich. Seit 2013 fliegt sie für SWISS um die Welt, hat viele Städte erkundigt und näher kennengelernt. Doch an einen Ort kommt sie bis heute immer wieder besonders gerne zurück: Miami.

Man nennt die Stadt nicht ohne Grund «The Capital of Latin America». Im Gegensatz zu anderen amerikanischen Städten spricht die Mehrheit der Einwohner Spanisch als Muttersprache. Das fasziniert auch Jeannine mit am meisten an der Küstenstadt: «Ob in Cafés, Bars oder Shops: Überall sind die aktuellen Latin-Beats zu hören – und das südamerikanische Temperament ist allgegenwärtig.» Neben dem «vida loca» lockt die Stadt mit herrlichem Wetter, facettenreicher Kunst und vielen Outdoor-Aktivitäten. SWISS fliegt Miami (MIA) zweimal täglich von Zürich (ZRH) aus an.

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09:00

Für einen gelungenen Start in den Tag braucht es eine Tasse richtig guten Kaffee. «Entgegen den Vorurteilen der dünnen amerikanischen Brühe, bietet dieses Lokal hochqualitativen und sorgsam zubereiteten Kaffee an», weiss Jeannine. Die Besitzer des Panther Coffee Joel und Leticia Pollock haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Kunden mit dem weltbesten Kaffee zu verwöhnen. Jeannine ist begeistert: «Ein Anspruch, dem das Paar tagtäglich nachkommt. Ausserdem legen sie grossen Wert auf Nachhaltigkeit.» Wer gerne etwas Süsses zum Kaffee mag: «Die Schokoladencroissants sind der Wahnsinn!»

10:00

Gut gestärkt geht es zum Morgensport. «Schliesslich muss man mit diesen wunderschönen und durchtrainierten Miami Beach Babes mithalten können.» Jeannine entscheidet sich für den Trendsport Stand Up Paddling. «Damit wird man nicht nur fit, sondern kann gleich die Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen.» Beim SUP-Verleih wird einem eine Route durch die naheliegenden Kanäle vorgeschlagen. «Hier erhascht man Blicke in die tollen Gartenanlagen und Poolhäuschen der wohlhabenden Stadtbewohner», weiss Jeannine. Da das Wasser ruhiger als auf dem offenen Meer ist, ist die Route auch für Anfänger geeignet. Und mit etwas Glück erwartet die Sportbegeisterten noch ein Highlight: «Es kann sein, dass man sogar einer heimischen pflanzenfressenden Seekuh (auch Manatee genannt) begegnet.»

12:00

Nach dem Workout ist es Zeit für einen gesunden Snack: «Der erfrischende Smoothie von der Jugofresh Juice Bar ist sensationell!» Damit ist man auch gleich gut gestärkt für eine kleine Tour durch Miamis Design District. Diese Gegend bietet über 130 Kunstgalerien und ist bekannt für seine ausgefallenen Wand-Designs, die man schon von Weitem an den Häusern und Strassen sehen kann. Diese bieten äusserst beliebte Kulissen: «Hier kann man richtig coole Fotos schiessen!»

12:30

Schlendern und Staunen ist angesagt: «Das ehemalige Arbeiterviertel Wynwood hat sich in den letzten Jahren zu einer der hippsten Gegenden Miamis entwickelt.» Lagerhäuser wurden zu Galerien und Ateliers, verfallene Mauern wurden zu Leinwänden für Graffitikünstler. «Hier werden der Fantasie keine Grenzen gesetzt!», schwärmt Jeannine. Im Herzen von Wynwood befindet sich die Open-Air-Galerie Wynwood Walls. Über 50 Künstler aus der ganzen Welt haben sich hier verewigt. Unter anderem Shepard Fairey, der Künstler, der das berühmte Obama-«Hope»-Poster gestaltet hat. «Wenn man in diesem Viertel nichts verpassen möchte, empfiehlt sich die kostenlose Wynwood-Mural-Fahrradtour», weiss Jeannine.

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14:00

Für ein leichtes Mittagessen geht es zurück nach Miami Beach. «Mein Lieblingsrestaurant Juvia befindet sich am westlichen Ende der Lincoln Road.» Das stylische Restaurant besticht mit trendigen Wasserinstallationen, einer eindrücklichen Fassadenbegrünung und einem wunderbaren Ausblick über Miami Beach. «Hier gibt es asiatische Köstlichkeiten wie variierende Bento-Boxen.» Die aussergewöhnlichen Dessertkreationen seien ein Traum – und ein absolutes Must. Eine süsse Versuchung hat es Jeannine besonders angetan: «Key Lime Pie im Glas! Hier werden nämlich bekannte Dessertvariationen in ihre Bestandteile aufgesplittet und in einem Glas serviert. Köstlich!» Wer sich abends ein Plätzchen im Juvia sichern möchte, sollte allerdings reservieren.

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15:00

Der kleine Verdauungsspaziergang führt zu einem imposanten und frei zugänglichen Denkmal: dem Holocaust Memorial. «Ein Ort abseits des fröhlichen Strandtrubels. Eine Gelegenheit, kurz zur Ruhe zu kommen und sich ein Stück Stadtgeschichte genauer erläutern zu lassen.» Denn diese Gedenkstätte erinnert nicht nur an die Vernichtung von Millionen von Juden zur Zeit des Holocausts in Europa, sondern auch daran, dass in Südflorida eine der höchsten Bevölkerungszahlen an Holocaust-Überlebenden in den USA lebt. «Die Gedenkstätte besteht aus mehreren Installationen sowie der 13 Meter hohen Bronzehand, vielen einzelnen Skulpturen, eindrücklichen Fotografien und vielem mehr.»

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15:30

Weiter geht’s der Lincoln Road entlang. Sie wurde einst als Fifth Avenue des Südens bezeichnet. In den 50ern gestaltete der Architekt Lapidus die Strasse im Stil der Miami Modern Architecture um und erklärte sie zur reinen Fussgängerzone. In den 90ern wurde sie renoviert und mit einheimischen Pflanzen begrünt. «Ein wunderbarer Ort zum Schlendern und Geniessen. Ausserdem gibt es zahlreiche Shoppingmöglichkeiten, Restaurants, Cafés und Galerien.»

18:00

Noch mehr Bewegung steht auf dem Programm. Schliesslich ist Miami bekannt für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten. «Wer auf Action steht, leiht sich am besten Inlineskates mit Helm und Schonern und cruist gemütlich dem Strand entlang», empfiehlt Jeannine. Die Skateszene ist besonders gross in der Gegend von Kendall Lake. Hier gibt es viele Profis mit akrobatischen Einlagen zu bestaunen. Wer etwas später in die Inlineskates steigt, kann dem Sonnenuntergang entgegenrollen. «Die Hochhäuser von Miami Beach und Downtown sind gerade weit genug weg, um einen tollen Blick auf die untergehende Sonne zu erhaschen. Ein traumhafter Anblick!»

20:00

Solch ein aktiver Tag lässt den Magen ganz schön knurren. Jeannines Empfehlung ist das Restaurant MyCeviche: «Hier gibt es die beste Ceviche und die köstlichsten Tacos der Stadt zum Abendessen!» Die Latino Vibes spielen in Miami eine grosse Rolle, deshalb darf man sich ein typisch lateinamerikanisches Gericht wie Ceviche nicht entgehen lassen. Es besteht aus frischem rohem und kleingeschnittenem Fisch, der in Limettenmarinade eingelegt wird. «Ein richtiger Gaumenschmaus!» Das Restaurant ist eigentlich ein Take-away-Lokal. Es gibt zwar Sitzgelegenheiten, aber Jeannine empfiehlt ein Open-Air-Picknick: «Der Strand ist nicht weit. Dort seine frische Ceviche unter Sternenhimmel und bei Meerrauschen zu geniessen, ist einfach phänomenal!»

21:30

Die Nacht lässt sich am besten mit einem Drink einläuten. Wo lässt sich dies besser, als in einer preisgekrönten Bar? «The Broken Shaker» zählt zu den besten der Welt und lockt nicht nur mit exzellenten Cocktails, sondern auch mit einem wunderbaren Ambiente zahlreiche Besucher an. «Das Lokal wurde im Vintage-Stil ausgestattet und im Hof hat es einen Pool umgeben von einem tropischen Garten. Ein wahres Paradies», erzählt Jeannine. Die frischen Kräuter für die exotischen Drinks stammen aus dem eigenen Garten des Lokals. Jeannines Tipp: «Probiert den Spicy Margarita!»

23:00

Der Ocean Drive ist weltbekannt und den sollte man sich als gebührenden Abschluss eines aufregenden Tages auf keinen Fall entgehen lassen. Hier lässt sich prima Schlendern und das Lichtermeer geniessen. Nachts erstrahlen die Gebäude nämlich in bunten Lichtern. Für Jeannine immer wieder ein Highlight: «Man fühlt sich, als wäre man in einer der unzähligen Filmkulissen oder in Musikvideos, die diesen Strassenabschnitt weltbekannt gemacht und das hiesige Flair über die ganze Welt verbreitet haben.»